Der Multimedia-Ethikkodex 2.0
„Alles ist moralisch, nur die Moral nicht“ – diese Aussage aus Robert Musils Roman „Der Mann ohne Eigenschaften“ hat auch im Online-Zeitalter nichts an Relevanz eingebüsst. Ist es ethisch vertretbar, sich als Journalist auf Social Media Plattformen zu bedienen? Können Chateinträge als Zitate verwendet werden und wie muss Werbung auf Medienwebsites deklariert sein?
Diese und viele weitere Fragen gehören zum Alltag eines jeden Journalisten, der die Möglichkeiten des Internets in seiner Arbeit verwendet. Konkrete publizistische Grundsätze sind in Pressekodizes des jeweiligen Presserats festgehalten. Der nachfolgende Multimedia-Ethik-Kodex soll als Ausweitung in den Onlinebereich verstanden werden, Hilfe im journalistischen Alltag bieten und als Diskursgrundlage über Moral, Ethos und Ethik im Zeitalter der digitalen Welt dienen.
Der Multimedia-Ethik-Kodex wurde 2010 von den Studenten des „New Media Journalism“ Studiengangs entwickelt und 2012 vom nachfolgenden Studiengang weiterentwickelt.Diese Website präsentiert den überarbeiteten Kodex zusammen mit Fallbeispielen und Expertenmeinungen. Innerhalb des Kodex gibt es Verweise auf spezifische Fälle sowie die Möglichkeit, Kommentare und Bemerkungen einzufügen.
Provokative Fragen zum Internet
Wer überwacht das World Wide Web? Basis-Demokratie oder Anarchie? Tausendmal kopiert – Wem gehört die Geschichte eigentlich? Das Internet vergisst nicht – und Journalisten? Online-Journalismus – Klickzahlen ersetzen die Blattkritik? Beleidigungen im Netz – Ist die Redaktion für seine Nutzer verantwortlich?
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