Darf man mutmaßliche Täter an den Internetpranger stellen?

Posted by anja - 29. Januar 2012 - Fall - 1 Comment

Die Schweizer Boulevardzeitung “Blick” veröffentlichte ein Bild eines mutmaßlichen FCZ- Hooligans. Er soll während des Zürcher Derbys zwischen den Grasshoppers (GC) und dem Fussballclub Zürich (FCZ) Petarden in den GC-Fansektor geworfen haben. Auf dem Bild war er klar erkennbar. Hätten Sie ein solches Bild ebenfalls veröffentlicht?

One comment

  • Anja Köhler sagt:

    Mutmaßliche Täter dürfen nicht an den Pranger gestellt werden – weder im Internet noch in Print und TV. Denn auch Täter haben Persönlichkeitsrechte. Hinzu kommt, dass im Laufe von Ermittlungen auch die Unschuld der Verdächtigen bewiesen werden kann. Was dann? Der erlittene Schaden wäre für die Betroffenen kaum wieder gut zu machen. Einzige Ausnahme bei der Veröffentlichung von Fotos, auf denen die Personen klar erkennbar sind, sollten Fälle sein, bei denen mit Hochdruck nach den Abgebildeten gefahndet wird und eine Gefahr für Leib und Leben der Bevölkerung besteht. Darüber wiederum sollte allein die Justiz entscheiden.

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