Dürfen Fotos von der Webseite eines Unfallopfers verwendet werden?

Posted by anja - 31. Januar 2012 - Fall - 2 Comments

Neben Bildern von der Unfallstelle mit zerstörten Fahrzeugen zeigt der Fernsehbericht eines Lokalsenders ein (gepixeltes) Bild des Verstorbenen sowie dessen (unversehrtes) Motorrad. Zu den beiden Fotos gibt der Beitrag an, man habe sie von der privaten Website des Verstorbenen heruntergeladen. Die Angehörigen des Verstorbenen gelangten mit einer Beschwerde an den Presserat, weil in grober Weise gegen ihre Privatsphäre verstossen wurde.

2 comments

  • Jessica Francis sagt:

    Die Praxis zeigt, dass eine Publikation keine Konsequenzen hat. Und solange dies so bleibt, werden diese Fotos für Artikel benutzt werden – und das ist okay. Auch hier gilt: Lieber zweimal studieren ob das Bild von der letzten Party oder vom Weihnachtsfest wirklich ins Netz gehört. Jeder kann sich beim eigenen Bild wehren und den Fotografen bitten, das Bild nicht ins Internet zu stellen. Diese Gedanken aber muss sich das Foto-Objekt machen und nicht der Journalist im Büro.

  • Simone Kral sagt:

    Sicherlich sind Fotos von Unfallopfern immer grenzwertig, jedoch oftmals zur Berichterstattung notwendig. Es ist schwierig, zwischen Informationsbedürfnis und Persönlichkeitsschutz abzuwägen. In diesem Fall, bei dem das Opfer nicht verletzt oder sterbend gezeigt wurde und zudem kein Gesicht zu erkennen war, kann ich die Entscheidung des Presserates nachvollziehen.

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