Dürfen Online-Medien beleidigend sein?

Posted by anja - 16. Februar 2012 - Fall - 2 Comments

ScreenshotDie Fotos von vier Frauen mittleren Alters prangen am 13. Februar 2012 auf der Startseite von “bild.de”. Eine hält eine Schneekugel in die Kamera, eine andere hat einen tiefen Ausschnitt und lächelt. Hätten die vier Frauen gewusst, welche Überschrift die Online-Redakteure über ihre Köpfe stellen wird, hätten sie vermutlich anders geschaut: “Die Kuppel-Resterampe!” steht dort in großen Lettern. Im Bericht geht es um die Neuauflage der Fernsehsendung “Schwiegertochter gesucht”, in der sich Pärchen finden sollen. In einer ersten Runde hatten die abgebildeten Frauen nicht den richtigen Mann kennen gelernt, nun wollten sie es noch einmal versuchen. Hätten Sie auch von einer Resterampe geschrieben?

2 comments

  • Jessica Francis sagt:

    Ein Grund mehr, nicht bei diesen Reality-Formaten der Privatsendern mitzumachen. Screenshots dürften wohl rechtlich schwierig zu verbieten sein, wenn man seine Rechte mal abgetreten hat.
    Solange können die Damen nur ihren Kolleginnen davon abraten, sich ins TV zu hieven. Kommt selten gut raus.

  • Nikolaus Koller sagt:

    “Resterampe” verwenden wir Österreicher nicht als Begriff. Er scheint – zumindest, wenn man recherchiert – allerdings stark negativ konnotiert zu sein.

    Die Damen, die sich für eine solche Show hergeben, stellen sich natürlich selbst in die Öffentlichkeit. Ob ihnen bewusst ist, wie stark sie im medialen Scheinwerfer stehen, steht auf einem anderen Blatt. Da sie allerdings schon einmal Teil einer solchen “Show” gewesen sind – es handelt sich ja bei ihnen um jene, die schon einmal dabei waren – sollte es mittlerweile schon gedämmert sein.

    Trotzdem: Ein Ausdruck wie “Resterampe” schießt wohl über das Ziel hinaus, da es bei dieser Show wohl um Beziehung und Partnerschaft, also um die Intimsphäre der Teilnehmer geht.

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